Sabine Both

"Ich war selber mal ein freches Mädchen und wenn ich meinen Freunden glauben darf, bin ich es auch heute noch!", sagt Sabine Both. Und ihre Freunde müssen es wissen! "Die kenne ich teilweise schon aus dem Sandkasten!" Und weil sie sich heute immer noch genauso gut verstehen wie damals, sitzen sie regelmäßig auf dem Sofa und quatschen über alte Zeiten. "Wenn man so oft über peinliche Ausrutscher und vergangene Liebschaften philosophiert, kommt man irgendwann zwangsläufig auf die Idee, diese geschichtlich wertvollen Zeugenaussagen für die Nachwelt festzuhalten." Und das hat Sabine Both dann auch mit Erfolg in die Tat umgesetzt. Dem ungeliebten Job als Sozialarbeiterin weinte sie keine Träne nach. "Das war so gar nicht mein Traumberuf." Dafür fand sie zuerst mit Drehbüchern für Fernsehserien, später mit den Frechen Mädchen-Büchern ihre berufliche Erfüllung. Dass sie heute vom Schreiben leben kann, "ist ein großes Geschenk, das ich gegen nichts in der Welt eintauschen würde."

Die Ideen kommen ihr "so im Vorbeigehen. Unter der Dusche oder in der U-Bahn." Dann kann es schon mal sein, dass sie dort ein paar Mädchen um einen Zettel anbettelt, damit sie ihren Einfall aufschreiben kann. "Die meisten Geschichten sind frei erfunden. Was aber in die Geschichten reinspielt sind Situationen, die ich selbst erlebt habe. Ich hab ja schließlich nur Ahnung von Gefühlen, die ich schon mal durchlitten habe", ist Sabine Both überzeugt.
Wenn sie mit einem Buch fertig ist, nimmt sie sich erst mal eine wohlverdiente Auszeit, "in der ich gar nichts schreibe außer den Einkaufszettel!"

Auf ihren zahlreichen Lesungen freut sich Sabine Both, mit ihren Leserinnen (und manchmal sogar mit vereinzelten Lesern!) ins Gespräch zu kommen. "Es ist ein schönes Gefühl, zu hören, dass man den Nerv der Mädchen trifft!" Außerdem sind die Lesungen eine willkommene Abwechslung zum Autorenalltag, "der an sich ja eine ziemlich einsame Tätigkeit ist." Kein Wunder, dass am Feierabend immer was los sein muss. "Ich verbringe meine Zeit mit Freunden, wir kochen, verausgaben uns beim Salsa tanzen, hetzen unseren Schweinehund beim Joggen durch den Stadtpark, gehen ins Kino und fahren gemeinsam in den Urlaub, der vor allem zum Lesen und Wandern genutzt wird!" Trotz all dieser Hobbies gibt es eine Sache, die Sabine Both schrecklich gerne richtig gut können würde. "Singen! Aber da reicht das Talent leider nur zum Gegröle am Lagerfeuer!"

 

Frank Reifenberg spielt eigentlich in einer anderen Liga. Und zwar schreibt er Bücher für Jungs - und Kinderbücher. Außerdem arbeitet er noch als Sprecher für eine Kindersendung im ZDF.
Aber mit Sabine Both zusammen hat er ein Buch für die Mädels geschrieben - aus der männlichen Sicht. Und das machte beiden großen Spaß!
Schriftsteller wollte Frank Reifenberg, der 1962 in der Nähe von Siegen geboren ist, eigentlich nicht werden. "Als Jugendlicher wär' ich gern Schauspieler geworden. In der Theatergruppe war ich spitze. Meist in der Rolle des jugendlichen Liebhabers", verrät er grinsend.
Heute steht er nicht vor der Kamera, sondern schreibt neben Kinder- und Jugendbücher auch Drehbücher. Das hat er auf der Filmschule gelernt, die er nach seiner Ausbildung zum Buchhändler besuchte.
Die Stoffe für seine Geschichten findet überall. "Die Ideen flattern hier herum und rennen dort herum, auf der Straße, in Zeitungen, Büchern, auf Bäumen ... ." Damit es ihm gelingt, dieses ganze Geflatter und Gerenne auch einzufangen, hält er sich mit Sport fit. Sein Partner auf langen Spaziergängen den Rhein entlang, ist Gomez, sein Hund. Von Frank Reifenberg auch liebevoll Gompel oder Schnuffelnase genannt.
Auf eine einsame Insel nähme er allerdings seinen Schatz mit. Solange müsste dann jemand anderer auf Gompel aufpassen. Hier geht's zum Autoren-Blog